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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : hallo sagen


coco
21.08.2005, 10:55
hallo
habe mich heute hier angemeldet
habe eine grundangst in mir so erscheint es mir
eine angst die schon immer da war und manchmal habe ich starke panikattacken
lebe sehr zurückgezogen mitlerweile
würde hier gerne kontakte finden
coco

Christine
22.08.2005, 13:42
Liebe coco,

schön dass Du auch neu bist, so weiß ich doch, dass diese homepage noch lebt.
Schreibe einfach weiter und lass die Angst raus.

Es grüßt Dich:
Christine

piggy
24.08.2005, 17:40
Hallo coco,

bin auch neu hier. Hab zwar auch was geschrieben, aber leider keine Antwort erhalten, deswegen antworte ich Dir jetzt. Es schön, dass es auch andere gibt, den es genauso geht. Habe auch Panikattacken, wobei sie immer seltener werden. Ich kann mich an die letzte nicht erinnern, aber leider wird man nicht "...ganz gesund...". Es wird immer etwas übrigbleiben. Schade, dass Du dadurch zurückgezogen lebst, denn dass macht alles nur schlimmer. Naja, einfach gesagt, weiß eigentlich selbst wie schwer es ist. Aber wie Christine gesagt hat, lass die Angst raus und schreibe einfach.

Liebe Grüße :bye:

bine
09.12.2005, 18:32
Hallo, ich bin neu und habe außerdem auch noch wenig Erfahrung beim Chat.
Ich habe schon seit 13 Jahren mit Ängsten zu tun, mal mehr mal weniger. Es fing an, als mein Sohn (jetzt 16) drei Jahre alt war. Damals konnte ich nicht mehr aus dem Haus.
Inzwischen gehe ich regelmäßig ins Büro, aber ich werde immer wieder von irgendwelchen Ängsten überwältigt, ob es die Angst ist, die Beherrschung über meinen Körper zu verlieren, ernsthaft krank zu werden, die Arbeit zu verlieren etc.
Aber ich wollte mich eigentlich erst mal nur vorstellen und hoffe, neue Leute kennenzulernen und mich austauschen zu können mit Menschen, die wissen, wovon ich rede.
:bye: Bine

piggy
11.12.2005, 13:18
es ist schön, dass es neue gibt, die dazu kommen und das gleiche Problem haben. Mehr oder weniger. Aber ich bin von dieser Seite etwas enttäuscht. Habe auf meinen Beitrag keine Antwort erhalten. War hier das letzte Mal vor ca. 3 Monaten. Es hilft zwar zu schreiben, aber wenn man keine Antwort bekommt, ist es irgendwie sinnlos. Irgendwie geht es uns ja allen so.

Bis bald

bine
11.12.2005, 14:31
Hi Piggy,

ich freue mich, dass du geantwortet hast. Ich hatte auch erst gedacht, dass ich vielleicht vergeblich schreibe und mit meinen Problemen dann doch mehr oder weniger allein stehe.
Worin bestehen deine Probleme und wie bist du bisher damit umgegangen? Ich denke, wenn man sich gegenseitig austauscht, kommt man auch schon etwas weiter.
Ich hatte damals, nachdem ich eine Therapie gemacht hatte, eine Selbsthilfegruppe besucht, wo ich unter Gleichgesinnten war. Aber mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass die anderen sich mit ihren Ängsten abgefunden hatten, mehr und mehr vermieden, die eine wollte mit 32 Jahren sogar auf Rente gehen.
Ich bin mehr der Kämpfertyp, weil ich es nicht zulassen will, dass die Angst mich total beherrscht.
Ich würde mich freuen, wenn du wieder antworten könntest.

Gruß Bine

piggy
11.12.2005, 14:53
Hallo Bine,

ehrlich gesagt, bis vor einem halben Jahr wusste ich gar nicht, dass ich darunter leide. Dank Internet. Vor ca. 4 Jahren ist es einfach in einem Kaufhaus passiert. Ich weiß nicht warum. Eine Panikattacke. Ich war im Krankenhaus. Die Ärzte sagten, dass ich gesund wäre und schickten mich nach Hause. Für meine Familie galt es als abgeschlossen. Keiner sprach mehr drüber. Mein Arzt hat mir irgendwelche pflanzliche Tabletten gegeben und geraten den Job zu wechseln. Es began eine schlimme Zeit. Aber irgendwie musste ich weiter arbeiten gehen und einkaufen auch wenn es echt schlimm war. Ich habe mich gezwungen und tue es heute noch. Ich habe den Job gewechselt, aber es änderte sich nichts. Ich habe 5 Monate nach dem Krankenhaus meinen zukünftigen Mann kennengelernt. Er hat mir in vielen Sachen geholfen. Ich bin kaum Auto gefahren. Er hat mich immer wieder zu fahren gezwungen. Und das war auch gut so. Er brachte mich sich dem zustellen und zeigte mir, dass nichts passieren kann. Aber ich bin nicht geheilt und auch heute kommen sie einfach so. Er würde mich unterstützen eine Therapie zu machen, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie hilft. Ich suche mir die Ärzte raus und dann rufe ich trotzdem nicht an. Jeder erzählt was anderes. Keiner weiß was wirklich hilft und die Ursachen können überall liegen. Die Frage ist, ob ich die Ursache wirklich finden möchte.

bine
11.12.2005, 19:12
Hallo Piggy,

ich denke, wenn du eine Therapie machst, musst du bereit sein, deine Vergangenheit aufzuarbeiten und dabei auch viel Schmerzen hinzunehmen. So war es jedenfalls bei mir.
Ich habe zuerst eine Verhaltenstherapie gemacht, wo ich lernte, mit irgendwelchen Sätzen, der Angst entgegenzutreten.
Dann habe ich die Selbsthilfegruppe eine Zeitlang besucht.
Schließlich habe ich eine Psychoanalyse gemacht über vier Jahre, wobei ich die ersten zwei Jahren dreimal wöchentlich gegangen bin.
Das war oft sehr schmerzhaft. Meine Kindheit war nicht so berauschend und ich habe dort sehr viel aufgearbeitet und sehe heute meine Eltern mit anderen Augen. Aber oft habe ich bei der Therapeutin vor der Tür gestanden und überlegt, wieder nach Hause zu fahren, weil ich genau wusste, wie die Stunde abläuft und dass die Tränen fließen.
Ich habe aber auch sehr viel gelernt und habe mehr Selbstbewusstsein erlangt. Früher war mir immer wichtig, es allen recht zu machen. "Nein" gab es für mich nicht. Was sollten denn die anderen denken. Heute bin ich wesentlich egoistischer und überlege mehr, bevor ich mich auf irgend etwas einlasse.
Trotz allem bin ich die Ängste nicht losgeworden.
Bei mir ist es heute so, dass sich die Angst nicht mehr in Schweißausbrüchen, Herzrasen, Schwindel oder dergleichen ausdrückt, sondern indem ich das Gefühl habe, ständig auf die Toilette zu müssen. Das hat schon so sehr mein Leben beherrscht, dass ich bevor ich aus dem Haus gehe, fünfmal zum Klo renne, kaum bin ich draußen schon wieder muss etc.
Heute muss ich sagen, waren die Schweißausbrüche doch angenehmer. Ich denke, wichtig ist, sich von all diesen Dingen nicht unterkriegen zu lassen. Egal wie bescheiden schön es mir auch ging, ich muss sagen, meinen Humor habe ich nie verloren. Aber man ist schon ganz schön eingeschränkt. Und wer davon nicht betroffen ist, kann es auch nicht so nachempfinden. Ich habe immer das Gefühl, es extra erklären zu müssen.

Lass dich nicht unterkriegen
Gruß Bine

piggy
11.12.2005, 19:50
Hallo Bine,

irgendwie kommt mir das bekannt vor. Genau davor hab ich Angst. Aber ich finde es schön, dass man sagen kann, es ging mehr schlecht und alles ist so schwer und trotzdem hatte ich auch gute und sehr schöne Tage und habe sie auch heute. Klar ist das einfach zu sagen, vorallem für die, denen es ganz anders geht. Aber es ist toll, wenn du sagen kann, meinen Humor habe ich nicht verloren. Übrigens das mit der Toilette kenne ich. Ich denke du hast recht. Man darf sich nicht unterkriegen lassen und vorallem egoistisch sein und an sich denken, (natürlich nicht auf alles bezogen. Eine Freundin hat letztens noch zu mir gesagt, dass ich erwachsen bin und keinem, außer meinem Lebensgefährten, darüber wie ich lebe Rechenschaft schuldig bin.

Danke, dass Du geantwortet hast. Es war echt toll.
Bis demnächst dann
Gruß Piggy :bye:

Emil
22.03.2006, 16:02
Hallo Mädels, gehöre zwar dem anderen Geschlecht an und hoffe nicht gleich gesteinigt zu werden.
Ich selbst habe die gleichen Probleme wie ihr, bin aber seit Sept. 05 nicht mehr mit meinen Mitteln gegen die Attacken an gekommen und mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bin jetzt seit Ende Januar wieder im Berufsleben und versuche mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Mache seit dem immer mehr Fortschritte im Umgang mit dieser Placke. Am Anfang dachte ich in mir stürzt eine Welt zusammen, jetzt denke ich schon wieder an den nächsten Urlaub.
Vielleicht kann ich mit jemanden in Gedankenaustausch treten.
LG Emil :roll:

piggy
24.03.2006, 21:18
Das hört sich doch gut an. Mir geht es im Moment auch sehr gut. Heirate im Mai und bin im Moment mit Planung und Vorbereitung beschäftigt. Erst hatte ich Panick, wie ich das Alles schaffen soll, aber es muss gehen. Und Zeit zum Denken habe ich auch nicht. Aber ab und zu kommt es dann doch. Ich glaube man muss einfach damit leben und wissen umzugehen. So ist es jedenfalls bei mir. Und der Austisch hier hilft auch sehr. Man holt sich einfach für die Attacken Tips, um sie in Grenzen zu halten. Es freut mich, dass das andere Geschlecht auch davon betroffen ist. Wie sah bei Dir die ärzte Hilfe aus? Hast Du eine Therapie gemacht? Mich würde es interessieren, weil ich doch denke, auch wenn es mir "gut" geht, eine Therapie vielleicht nicht schaden würde.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Bis Bald :P

Emil
24.03.2006, 22:34
Hallo Piggy,
Ja es gibt es auch bei uns Männern. Bei mir begann es 2002 nach einer Krankheit. Es dauerete ca 6 Monate (mit Schwindelanfällen), dann hatte ich es im Griff. Mein Körper begann sich an das "Neue" in mir zu gewöhnen. Da zu ging ich da zu über, bei einer Attacke zu sagen du kannst mich mal und somit war das ganze vorbei. Klingt zuwar albern war aber so. Jedoch im letzten September sagte dann mei Körper du kannst mich mal wenn ich eine Attacke hatte. Seit diesem Monat wurden sie immer härter (Dauer) auch die Häufigkeit änderte sich schlagartig. Ich stand dem Hilflos gegenüber, hatte auch nichts mehr was ich dagegen halten konnte.
Nun ging ich zu Arzt und wurde zu einer Psychologin überwiesen diese sollte mir helfen können. Leider war es nicht so, zumindest bis zum Zeitpunkt als sie meinen Lebenslauf gelesen hatte. Danach erfuhr ich das ich für Sie zu hart sei, erfuhr aber das ich unter Angst und Pankiattacken leide. Mit diesem Wissen ging ich auf die Suche nach einem Tiefenpsychologen, dieser meinte bei einem Gespräch das er auch nicht der richtige sei und meinte ein Verhaltenspsychologe wäre für mich der Richtige. Somit begann meine Suche wieder von neuem. Leider wartete mein "Schädel" nicht ab bis ich den richtigen Arzt gefunden hatte sondern wurde immer Schlimmer. Auch versuchte ich das ganze ohne Pillen in den Griff zu bekommen, war aber ein Fehler von mir. In der Woche vor Weihnachten habe ich dann Medikamente angefortert weil ich ohne nicht mehr weiter kam und ich immer weitere Einschränkungen erleben mußte was meine Lebensqualität betraf. Das war am Montag, am Donnerstag hatte es mich dann beim Arzt zusammen gehauen und ich wurde Krank geschrieben. Zu Weihnachten lag ich dann flach und kämpfte mit den Nebenwirkungen der Pillen. Als ich wieder Arbeiten konnte war es Ende Januar. Leider mußte ich alles wieder neu Erlernen was ich vor der Erkrankung spielend konnte.
Als Therapie mache ich Entspannungstherapie nach Jacobson es dauert ca 25 Min. und tägl. kommt dann noch eine Cipralex dazu.
Leider bin ich nicht der Typ der sich geschlagen gibt und habe nachdem die Pillen ihre Wirkung begannen zu Entfallten wieder zu kämpfen angefangen un mich nicht unter zu Ordnen. Trotz einiger Rückschläge sehe ich nach Vorne und bin der Meinung das ich das ganze eines Tages wieder los werden werde.
So Piggi, das ist meine Geschichte in Kurzform und hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.
Auch wünsche ich dir viel Glück was deine Hochzeit angeht. :D
Liebe Grüße Emil

Teddy
20.02.2008, 11:27
Hallo coco

und ein hertzliches willkommen hier.


Teddy