PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Odysee ... von Arzt zu Arzt


Administrator
09.07.2004, 18:13
Der Sinn dieses Teilforums sollte sein, aus eigenen Erfahrungen gute und professionelle Ärzte auch anderen zugänglich zu machen, als auch andererseits vor weniger geeigneten Psychologen/Therapeuten zu warnen.

Ich habe selbst in all den Jahren meiner Angsterkrankung/Panikattacken einiges hinter mir - anfangs eine endlose Reise von Arzt zu Arzt verschiedenster Fachrichtungen und nach Jahren (als die "Sache" endlich als psychisch festgestellt wurde) dann auch diverse Psychologen und Therapeuten .. und ich weiß daher zu gut, dass das dann so oder so laufen kann - je nachdem ob man einen Draht zueinander hat bzw. welche Theorien der Psychologe vertritt. Ganz wichtig ist natürlich das Vertrauensverhältnis zu Therapeuten, wenn man eine Langzeittherapie macht. Sicher gibt es auch genug Patienten, die eine Therapie abbrechen, weil der Psychologe ungeeignet oder gar unsensibel war.
Man sollte also nicht aufgeben, sondern durchaus den ein oder anderen Psychologen austesten. Wenn es bei einem nicht läuft, läuft es vielleicht beim nächsten besser und man sollte nicht gleich alle Psychologen oder die Psychotherapie verteufeln.

So war ich z.B. bei Ärzten, die eine Verhaltenstherapie als alleinige Lösung bei tief sitzenden Angstproblemen / Panikattacken sehen und andererseits eine tiefenpsychologische oder medikamentöse Behandlung ablehnen. Mir hätte schon viel früher geholfen werden können, wenn man die Sache versucht hätte, etwas komplexer zu sehen. Andererseits war ich in diesen Jahren so dermaßen froh, dass mein Zustand überhaupt besser wurde. Jedoch war es keine dauerhafte Lösung und später war ich sogar kurzzeitig mal bei einem komplett unfähigen Psychologen in Behandlung, der selbst unter Panikattacken litt und mir Johanniskraut verschrieb und mich in eine Klinik stecken wollte, als das keinen Erfolg brachte :lol:

Andererseits gibt es auch sehr fähige Leute und die gilt es herauszustellen. Vielleicht findet der ein oder andere Betroffene dadurch eine erste Anlaufstation.